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Exportwachstum in der Steiermark im 1. Halbjahr 2018 (vorläufige Daten).

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Stichprobe (Teilerhebung)

Eine Stichprobe ist eine zufällige Auswahl einer Teilmenge aus einer Grundgesamtheit. Um von der Stichprobe auf das Ganze zu schließen, werden die Ergebnisse der Stichprobe auf die Grundgesamtheit hochgerechnet. Beispielsweise führt die Statistik Austria im Rahmen des Mikrozensus pro Quartal Befragungen von 22.500 zufällig ausgewählten Haushalten durch und die Ergebnisse werden auf alle österreichischen Haushalte hochgerechnet.

Vorteile dieser Erhebungsform sind, dass sie einerseits kostengünstiger als eine Vollerhebung ist und dass andererseits bei zufälliger Auswahl von Personen alle möglichen Status erfasst werden können. Während Vollerhebungen sich auf eine Datenquelle (z.B. alle beim AMS gemeldeten Personen) beschränken, können somit auch nicht gemeldete bzw. erwerbsferne Personen befragt werden.

Nachteil einer Sichtprobe ist, dass sich durch die Hochrechnung auf die Grundgesamtheit Toleranzen ergeben. Je kleiner die Stichprobe ist, umso größer wird die Toleranz, innerhalb dieser der tatsächliche Wert mit großer Wahrscheinlichkeit liegt. Die Konsequenz daraus ist, dass sich aus einer Befragung nicht allzu detaillierte Ergebnisse ableiten lassen. Das heißt, dass nicht zu viele Merkmale zugleich (z. B. Wie hoch ist der Anteil an arbeitslosen Männern in einem Bundesland zwischen 25 und 30 Jahren mit Universitätsabschluss?) betrachtet werden können, da ansonsten die Größe der Teilmenge aus der Stichprobe zu klein wird und die Toleranzen zu groß werden.

Lesebeispiel für Toleranzen

Im Rahmen der von Statistik Austria durchgeführten Stichprobenerhebung ergab die Hochrechnung der Stichprobe auf die Grundgesamtheit, dass die Anzahl der Erwerbspersonen in Österreich im Jahr 2008 mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 % zwischen 4,215.200 und 4,289.100 Personen lag.

Letzte Aktualisierung: 18. August 2017

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